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Was für ein Leben! Mit Hermann Kofler aus Vaduz

Was für ein Leben! Mit Hermann Kofler aus Vaduz - Podcast Was für ein Leben! Mit Hermann Kofler aus Vaduz

Hermann Kofler ist 88 Jahre alt und erzählt über sein Leben. Er ist im Südtirol im gepachteten Hof seiner Eltern geboren. Wie auch sechs weitere Geschwister von ihm. In seinem dritten Lebensjahr haben die Eltern dann ihren eigenen Hof gekauft, wo weitere Geschwister auf die Welt kamen.

Hermann erzählt uns, wie er aufgewachsen ist, was er in der Hitlerjugend erlebt hat und wie er unter anderem beim Militär seine Leidenschaft zur Musik leben konnte.

Als Kind hat er und seine Geschwister sich zum Geburtstag ein Spiegelei gewünscht - dies war etwas, was es sonst nicht gab. In den Wintermonaten haben sie die Milch der Mutterkühe mit den Kälbern geteilt und sonst gab es eigentlich immer Kartoffeln und Polenta-Rebel.

Sein Papa musste bei beiden Weltkriegen einrücken. Um es zu vermeiden, dass er wie beim ersten Krieg wieder in Gefangenschaft kommt, ist er vor dem Ende des Krieges über die Berge verschwunden. Hermann war zusammen mit seiner Mama und seine minderjährigen Geschwister allein auf dem Hof, bis eines Tages der Papa wieder Zuhause ankam. Was sein Papa erlebt hat, weiss Hermann nicht. Sein Papa hat nie über die Zeit im Krieg erzählt.

Eine Lehre konnte Hermann nicht machen, da das Geld dafür fehlte. Um eine Lehre anzutreten, musste man damals Geld für die Lehrstelle und für Kost und Logis bezahlen. Das Geld reichte aber nicht, um nebst seinem Bruder auch noch eine Lehrstelle antreten zu können. Er hat dann im Sommer Zuhause am Hof gearbeitet und im Winter im Forst/Wald. Solange er Daheim wohnte, musste er seinen Lohn Zuhause dem Vater abgegeben und mit einem Taschengeld auskommen.

Hermann ist mit 26 Jahren nach Liechtenstein gekommen. Geplant waren etwa sieben Monate und dann sollte er den Hof seiner Eltern zusammen mit einem Bruder übernehmen. Sogar ein Rohbau, um den Hof teilen zu können, war schon erstellt. Wieso er sich dann aber trotzdem entschieden hat länger in Liechtenstein zu bleiben, wie er von den Menschen hier aufgenommen wurde, in welchen Berufen er dann in Liechtenstein gearbeitet hat und auch wie er seine jetzige Frau kennengelernt hat, erzählt uns Hermann mit vielen kleinen Anekdoten.

Nach dem Gespräch hat Hermann noch ergänzt, dass seine Frau wegen der Hochzeit mit ihm ihren Liechtensteiner Reisepass abgeben musste, welchen sie dann später, als das Gesetz angepasst wurde, wieder zurückbekommen hat.

Ein leidenschaftliches Gespräch über 88 Jahre mit vielen Details und kleinen Geschichten.

Viel Spass beim Zuhören!
Hörzeit: 101 Minuten

Hoi AG Liechtenstein
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