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Der Hoi-Laden ist seit 2022 eine B Corp

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B-Corp verändert die Welt zum Positiven. Vaterlandartikel vom 24.09.2022

B-Corp verändert die Welt zum Positiven. Vaterlandartikel vom 24.09.2022 - B-Corp verändert die Welt zum Positiven. Vaterlandartikel vom 24.09.2022

Als erstes Unternehmen in Liechtenstein hat der Hoi-Laden die Zertifizierung als B-Corp erhalten. Dadurch setzt er sich fortan für weniger Ungleichheit und Armut, eine gesündere Umwelt, eine stärkere Gemeinschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen mit Würde und Sinn ein.

von Bianca Cortese. Veröffentlicht am 23.09.2022 im Liechtensteiner Vaterland.

«B-Corps streben danach, die besten Unternehmen für die Welt zu sein, anstatt die besten der Welt», sagt Cornelia Wolf, Geschäftsführerin vom Hoi-Laden. Dabei handelt es sich um gewinnorientierte Unternehmen, welche die Kraft der Wirtschaft nutzen, um eine integrativere und nachhaltigere Wirtschaft zu realisieren. Zudem erfüllen sie die höchsten überprüften Standards für soziale und ökologische Leistung, Transparenz und Rechenschaftspflicht. Rund 5000 Unternehmen in über 70 Ländern und in mehr als 150 verschiedenen Branchen gehören mittlerweile der B-Corp-Gemeinschaft an. Seit Juni 2022 auch der Hoi-Laden – als erstes Unternehmen in Liechtenstein. «Und ja, darauf sind wir schon ein bisschen stolz», sagt Cornelia Wolf augenzwinkernd.

Verantwortungsvolles Handeln im Vordergrund

Aber was tut ein B-Corp-zertifiziertes Unternehmen? «Kurzum erklärt, setzt es sich für weniger Ungleichheit, eine gesündere Umwelt, stärkere Gemeinschaften und die Schaffung von Abeitsplätzen mit Würde und Sinn ein», sagt die Geschäftsführerin. Zudem sei es eine der wenigen Zertifizierungen, die nicht für ein Produkt oder eine Dienstleistung gelte, sondern für das gesamte Unternehmen stehe: «Es ist also eine globale Bewegung von Unternehmen, die sich zum Ziel setzen, die Welt zum Positiven zu verändern.» Dabei wird auch die Definition eines erfolgreichen Unternehmens überdacht. «Wobei es ein solches Unternehmertum – sei es bei uns oder anderswo – natürlich schon immer gab und gibt. Wir fanden aber, dass diese Zertifizierung ‹farockt guat› zu unserem Ansatz und unseren Werten ‹familiär, lokal und fair› passt.» Insbesondere auch, weil man seit jeher mit viel Herzblut daran arbeite, den Hoi-Laden mit verantwortungsvollem Handeln gegenüber den Menschen und der Welt zu führen, fügt Wolf hinzu.

«Solche Anstrengungen lohnen sich immer»

Der Weg zur Zertifizierung war für den Hoi-Laden dennoch kein einfacher. «Er hat Janina Frick und mich viel Zeit und Mühen gekostet, da allerlei Dokumente und Zahlen zur Unternehmensstruktur, finanzielle Kennzahlen, Informationen zu Mitarbeiterkonditionen, dem Engagement in der Gesellschaft, dem Umgang mit Lieferanten und Kunden sowie Umweltschutzmassnahmen eingereicht werden mussten. «Aber irgendwo muss man ja beginnen und wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass sich solche Anstrengungen lohnen», so die Geschäftsführerin. Ausserdem hätten sie durch den Zertifizierungsprozess erneut gelernt, das eigene Handeln stets zu hinterfragen und zu schauen, in welche Richtung sich der Hoi-Laden bewegen kann und will. Mit Erfolg: 80 von 200 Punkten wurden erreicht. 80 Punkte sind auch notwendig, um eine B-Corp zu werden, wobei der Durchschnittswert anderer Unternehmen bei 50,9 Punkten liegt. «Darüber sind wir glücklich und freuen uns natürlich wahnsinnig», erzählt Cornelia Wolf stolz.

Zertifizierung als ein Anfang für den Hoi-Laden

Durch die Zertifizierung verpflichtet sich der Hoi-Laden dazu, die Auswirkungen der Entscheidungen in Zukunft auf alle Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten zu berücksichtigen und freiwillig verifizierte Standards in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft einzuhalten. «Leicht ist dieser Weg zwar nicht, aber für uns ganz bestimmt der richtige. Denn wir glauben fest daran und versuchen, unsere Entscheidungen und unser Tun daran zu orientieren und auszurichten», sagt Wolf. Dabei alles richtig zu machen, sei wohl aber eher Wunsch als Realität, meint sie. Jedoch käme der Hoi-Laden dieser Utopie durch die Regionalität seiner Produkte ein Stückchen näher. «Denn wie man weiss, findet man hier seit jeher nur Produkte, die – wenn immer möglich – in der Region, aber ganz sicher in Europa hergestellt werden. Und bei über 80 Prozent der Ausgaben für das Hoi-Laden-Sortiment stammen die Produkte aus Betrieben, welche in einem Umkreis von 80 Kilometern vom Geschäft im Städtle Vaduz beheimatet sind», merkt die Geschäftsführerin an. Zudem glaubt sie fest daran, dass jedem Menschen nur solche Waren und Dienstleistungen angeboten werden sollten, die unter Wahrung der universellen Menschenrechte hergestellt und erbracht werden. Dies sei einer von sechs Artikeln, welche die EU-Bewegung «Jeder Mensch» fordere: «Und ich fände es grossartig, wenn Teile dieses Artikels bald auch in unserer Verfassung verankert würden.» Ganz und gar nachhaltig zu handeln, sei schwierig bis vermutlich unmöglich. «Denn das nachhaltigste Produkt wäre vermutlich jenes, welches gar nicht erst produziert wird», merkt die Geschäftsführerin an. Die Zertifizierung sei für den Hoi-Laden aber ein weiterer Anfang. «Wir möchten diese als Chance nutzen, von anderen B-Corps zu lernen und versuchen, in unserem kleinen Kosmos weiterhin so vieles wie möglich in dieser Richtung zu bewegen», sagt Cornelia Wolf.

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